Strafrecht

Sachverhalt

T fährt mit überhöhter Geschwindigkeit durch eine Straße. Dabei übersieht sie den O und erfasst diesen. Dieser ist auf der Stelle tot. Als sie aussteigt und erkennt, dass es sich um ihren zornigen Nachbarn O handelt, ist sie froh diesen endlich los zu sein.

§ 211 StGB Mord

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

§ 212 StGB Totschlag

(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.

§ 222 StGB Fahrlässige Tötung

Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 223 StGB Körperverletzung
(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Aufgabenstellung

#1 Hat T sich wegen Totschlags nach § 212 StGB strafbar gemacht?

Quiz abgeschließen

Ergebnis

-
Richtig! Der Vorsatz zur Begehung einer Tat muss zum Zeitpunkt der Tatausführung vorliegen. Ein nachträglich gefasster Vorsatz ist unbeachtlich. In Betracht kommt nur eine fahrlässige Tötung nach § 222 StGB.

Falsch. Der Vorsatz zur Begehung einer Tat muss zum Zeitpunkt der Tatausführung vorliegen. Ein nachträglich gefasster Vorsatz ist unbeachtlich. In Betracht kommt nur eine fahrlässige Tötung nach § 222 StGB.