Interview mit Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Dekan des Fachbereiches Rechtswissenschaften

Prof. Dr. Schulte-Nölke – Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften
Bitte stellen Sie sich kurz vor!

Mein Name ist Hans Schulte-Nölke, geboren 1963, wurde 2008 auf den Lehrstuhl berufen. Ich habe in Münster studiert und war anschließend Mitglied im Graduiertenkolleg Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main; Promotion 1994, zweites Staatsexamen 1995, bis 1997 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster, 1998 – 1999 Senior Researcher am Forschungszentrum für Unternehmensrecht der Universität Nijmegen (Niederlande), Forschungsaufenthalte in mehreren europäischen Ländern; Habilitation an der Universität Münster 2000; Professur für Bürgerliches Recht, Europäisches Privatrecht, Rechtsvergleichung, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Bielefeld 2001 bis 2008. Seit 2013 bin ich außerdem Professor im Nebenamt an der Radboud-Universität Nijmegen.

Was ist unter dem Begriff Rechtswissenschaften zu verstehen? Was ist das "Kerngeschäft"?

Juristinnen und Juristen lernen vor allem, wie man Streit vermeidet und wie man, wenn es doch Streit gibt, diesen schlichten und entscheiden kann. Außerdem lernen sie, wie man Recht einsetzen kann, um seine Ziele zu erreichen. Manche finden dies langweilig. Ist es aber gar nicht. Juristinnen und Juristen lernen in Wahrheit eine Kampfkunst für friedliche Auseinandersetzungen und gleichzeitig, wie man die Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Menschen und Staaten schafft.
Die Rechtwissenschaft beschäftigt sich – natürlich – mit dem Recht, also den staatlichen Regeln, Geboten und Verboten, die das Zusammenleben der Menschen bestimmen. Wir in Osnabrück beschäftigen uns dabei besonders mit dem Recht der Wirtschaft, dem europäischen Recht und mit der Digitalisierung.
Juristinnen und Juristen lernen, wie man herausfindet, welche Regeln gelten und warum es sie gibt. Denn Rechtsregeln gibt es überall, nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch innerhalb der Familie, der Schule, in Unternehmen, zwischen Nachbarn, zwischen Staaten und sogar auf hoher See und im Weltraum. Wenn man sich nicht daran hält, gibt es Ärger mit Behörden, Polizei und Gerichten.

Was zeichnet den Studienstandort Osnabrück aus Ihrer Sicht aus?

Für Jura in Osnabrück stehen vier Schlagworte:

Studienqualität

Landesweit erreichen die Osnabrücker die besten Ergebnisse und die geringste Durchfallquote bei den Examensklausuren. Wir bereiten unsere Studierenden optimal auf das Examen vor, in Tutorien, AGs, Online-Vorlesungen und mit einer riesigen Studienbibliothek mit herausragender Ausstattung und ruhigen Arbeitsplätzen, die bis 24 Uhr aufhat.

Lebensqualität

Kurze Wege. Guter Kontakt zu den Profs. Zentrale Innenstadtlage mit zahlreichen Cafés. Exkursionen, Studierendeninitiativen, Abendgespräche, und nicht zuletzt sehr viele Partys.

Internationalität

Wirtschaftsrecht, Europäisches Recht, Fremdsprachliche Fachausbildung in den Sprachen Englisch, Chinesisch, Französisch, Spanisch und Polnisch, mehr als 50 Partneruniversitäten in Europa, Amerika und Asien. Stipendienprogramm für Auslandsaufenthalte. Zahlreiche Gastdozenten aus dem Ausland.

Modernität

Schwerpunkte Digitalisierung und Legal Tech, Online-Lernplattform, Computer-Räume, kostenfreies WLAN, kostenfreier Zugang zu allen großen Rechts-Datenbanken, Multi-Media in den Vorlesungssälen.